Wer umweltbewusst heizen und trotzdem auf Gemütlichkeit nicht verzichten möchte, steht oft vor den Fragen: Ist Heizen mit Holz überhaupt noch zeitgemäß? Wie umweltfreundlich ist das Heizen mit Holz in Zeiten von Klimawandel und Feinstaubdebatte tatsächlich?
Im Gegensatz zu Öl oder Gas hat Holz eine grundsätzlich positive Klimabilanz, da ein Baum während seines Wachstums genau die Menge an CO₂ aufnimmt, die bei seiner Verbrennung später wieder freigesetzt wird. Damit diese Rechnung aufgeht, müssen jedoch zwei Dinge stimmen. Das Brennholz muss aus nachhaltiger, regionaler Forstwirtschaft stammen und der Verbrennungsprozess muss optimal verlaufen. Nur dann stimmt diese Ökobilanz.
Unser Gesetzgeber hat die Anforderungen an Holzfeuerstätten in den letzten Jahren verschärft. Mit dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und der dazugehörigen Verordnung (BImSchV) wurden neue Grenzwerte für Emissionen festgelegt.
Moderne Öfen erfüllen diese Werte problemlos. Bei älteren Modellen können jedoch, je nach Baujahr, Nachrüstungen erforderlich sein oder eine Stilllegung drohen.
Eine schnelle Orientierung bietet die Website des HKI Industrieverband Haus-, Heizungs- und Küchentechnik e.V. (www.cert.hki-online.de).
Sie ist ein offizielles, kostenloses Onlineverzeichnis, in dem sich Ofenbesitzer darüber informieren können, ob ihr Kaminofen die gesetzlichen Grenzwerte einhält und somit den aktuellen Umweltanforderungen gerecht wird.
Umweltschutz liegt nicht nur in den Händen des Gesetzgebers sondern auch in denen der Ofenbesitzer. Mit einfachen Tricks können Emissionen deutlich und nachweisbar verringert werden.
Beim Anzünden von oben entzünden sich die Rauchgase erst, wenn sie durch die bereits brennende obere Schicht nach oben steigen müssen. Dadurch verbrennen sie sauberer und entweichen nicht unverbrannt als Qualm durch den Schornstein. Gleichzeitig wird das Holz erwärmt und gast besser aus. Das Ergebnis ist neben der deutlich besseren Umweltbilanz auch eine effizientere Wärmeausbeute.
Verwenden Sie ausschließlich nur trockenes, unbehandeltes Holz mit einer Restfeuchte von deutlich unter 20%. Die Holzscheite sollten nicht zu groß sein und auf jeden Fall gespalten sein.
Je nach Abbrandstatus benötigt ein Kaminfeuer unterschiedliche Mengen an Sauerstoff. Eine optimale Verbrennung erkennt man an hellen, tanzenden Flammen und einer sauberen Kaminscheibe nach dem Abbrand. Moderne Kaminöfen haben meist eine automatische Luftregelung, was die Bedienung deutlich vereinfacht.
bietet zum intensiveren Nachlesen eine umfassende und praxisnahe Orientierung für alle, die ihren Kamin oder Ofen umweltbewusst betreiben möchten. Die Broschüre ist kostenlos auf der Website des Ofenrats verfügbar https://www.ofenrat.de/ofenrat-umweltbroschuere/
Wir berichten Ihnen in dieser Rubrik über Bauherrenprojekte, besondere Anlagen und Neuigkeiten von unseren Herstellern und Netzwerkpartnern.
