Wer schon einmal verzweifelt vor einem Ofen saß und das Kaminfeuer einfach nicht in Gang bringen konnte, weiß: Auch das richtige Anzünden will gelernt sein.
Für die einen ist das Anfeuern eines Ofens ein gemütliches Ritual, für die anderen eine wirkliche Qual. Wenn man unsicher ist, wie es richtig gemacht wird, kann das Entfachen eines Kaminfeuers ganz schön kniffelig sein. Aber es muss weder Stress noch Qualm geben. Mit der richtigen Technik wird aus einem Kaminfeuer schnell eine wohlige Wärmequelle.
Wer Wert auf eine saubere Verbrennung und nachhaltige Wärme legt, sollte sein Kaminfeuer von oben anzünden. Das klingt vielleicht ungewohnt, hat aber mehrere Vorteile. Durch das Anzünden der oberen Holzschichten werden der Brennraum und der Rauchgasweg bereits vorgewärmt. Der in den ersten Minuten entstehende Rauch entweicht dadurch schneller durch den Schornstein. Der Verbrennungsvorgang startet somit rascher und läuft von Beginn an optimierter ab. Das spart Holz und schont die Umwelt.
Zunächst legt man die größeren Holzscheite mit einem Durchmesser von maximal 10 bis 15 Zentimetern nebeneinander auf den Brennraumboden. Dabei sollten die Spaltkanten nach oben zeigen. Auf diese untere Schicht werden quer dazu kleinere Anzündhölzer gelegt. Zwischen diese kleinen Hölzer steckt man nun naturbelassene Kaminanzünder. Bevor das Kaminfeuer entzündet wird, müssen die Luftschieber des Kamins gemäß der Bedienungsanleitung richtig eingestellt werden. Eventuell muss auch die Drosselklappe oder der Absperrschieber geöffnet werden. Dann werden die Anzünder entzündet und die Ofentür geschlossen. Schon wenige Minuten später brennt das Kaminfeuer sauber und gleichmäßig.
Bei dieser Methode brennt das Kaminfeuer von unten nach oben. Dadurch werden der Rauchgasweg und die Brennkammer weniger vorgewärmt. Die Folge: Der entstehende Rauch ist zu kühl und kann sich in dem Wohnraum ausbreiten, anstatt zügig durch den Schornstein abzuziehen. Der Wohnraum steht dann voller Qualm. Fachleute raten deswegen von dieser Methode ab, denn sie ist nicht nur weniger effizient sondern kann auch die Raumluft belasten.
Wer noch eine Runde mehr Kaminfeuer genießen möchte, sollte auf den richtigen Nachlegezeitpunkt achten. Der ideale Moment ist dann gekommen, wenn das Holz vollständig verbrannt ist und sich in ein flackerndes Glutbett verwandelt hat. Es sollten keine Flammen mehr sichtbar sein. Erst dann wird nachgelegt und die Luftzufuhr neu reguliert, damit sich das nachgelegte Holz optimal entzünden kann. So bleibt die Verbrennung sauber und die Wärmeausbeute hoch.
Mit diesen einfachen Tricks wird das Kaminfeuer nicht nur umweltschonender, sondern auch viel entspannter. Probieren Sie es gleich beim nächsten Mal aus. Sie werden den Unterschied bemerken.
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